Minimalismus für Anfänger!

Berlin Grunewald

Wie du aus weniger mehr machst!

Im letzten Jahr habe ich mich sehr stark mit veganer Ernährung und mit meiner Gesundheit auseinandergesetzt. Damit stellten sich mir auch so viele Sinn-Fragen:

  • Was umgibt mich?
  • Wer ist Teil meines Lebens?
  • Was tut mir gut?
  • Womit verbringe ich meinen Zeit?
  • Was brauche ich um glücklich zu sein?

Was umgibt mich?

Der denkbar einfachste Frage ist sicher, die, was mich so umgibt. Welche Dinge/Gegenstände besitze ich und was brauche ich davon wirklich?

Was spendet mir wirklich einen Mehrwert?

 

Den Anfang hab ich am Kleiderschrank gemacht. Ich schätze, ich habe ihn seit letztes Jahr drei Mal ausgemistet und es ist immer noch zuviel drin.

Wie sortierst du deinen Schrank richtig aus?

Du fragst dich sicher, wie du am besten einen Anfang machst. Das habe ich mich natürlich auch gefragt. Man steht vor dem Schrank und man hat ja sowieso "nie was zum Anziehen" - wie soll man denn da was aussortieren? Und schon hast du das erste Problem erkannt - wieso hast du "nichts anzuziehen", wenn der Schrank - ich schätze ihn mal auf zwei bis vier Meter Breite - gut gefüllt ist?

 

Praktischerweise habe ich mit den Kleidungsstücken angefangen, die bei den letzten Umzügen immer dabei waren, ich mich aber nicht wirklich daran erinnern konnte, wann ich sie das letzte Mal getragen hatte. Die waren ja auch alle noch gut in Schuss, keinerlei Mängel, aber um ehrlich zu sein, nur Schrankleichen.

Next Step

Im 2. Schritt denkst du darüber nach, was du letzten paar Wochen häufig getragen und dich damit wohl gefühlt hast. Diese Sachen nimmst du am besten auch aus deinem Schrank und legst sie beiseite, z.B. auf dein Bett.

 

Was bleibt nun noch übrig in deinem Schrank? Sind es sogenannte Fehlkäufe? Klamotten, die du günstig im Sale erstanden hast und dachtest "So ein Basic-Teil" kann man immer mal gebrauchen? Oder sind sogar ein paar Farbsünden dabei? Das grellbunte Kleid, in dem du dich im Laden so toll gefühlt hast, es dich aber nie anzuziehen getraut hast? Oder die Trendfarbe, die dir aber eigentlich gar nicht steht und dich viel zu blass macht?

 

Raus damit! Guck dir diese Sachen kritisch an, probier dich durch. Ist das alles wirklich noch deine Größe? Gibt es vielleicht Kleidung, die zu groß oder zu klein ist?

Ganz ehrlich: du wirst sie nie wieder tragen!

 

Durch solche Sortieraktionen reduzierst du nicht nur den Inhalt deines Kleiderschrankes, sondern manchmal tauchen auch ein paar vergessene Stücke auf, die man eigentlich ganz gerne tragen würde.

Was machst du  mit den aussortierten Kleidungsstücken?

Es gibt, je nach Beschaffenheit der Kleidung mehrere Möglichkeiten:

  • Kaputte Kleidungsstücke solltest du wegwerfen
  • Gut gepflegte Basic-Teile, warme Pullover und Jacken, sowie T-Shirts und Hosen bringe ich immer zu einer Sammelstelle der Obdachlosenhilfe. In Berlin gibt es einige Sammelpunkt, ich nehme wegen der Nähe immer die am Bahnhof Zoo. Ich möchte nämlich, dass die Kleidung an wirklich Bedürftige verteilt wird und niemand noch zwischendrin Geld damit macht.
  • Markenkleidung, besondere Teile - Kleidung, die du evtl. selten oder nie getragen hast -  die also top in Schuss ist, kannst du zum Verkauf anbieten:

Finde deinen eigenen Stil - und du wirst viel entspannter!

Eine groß angelegte Ausmist-Aktion hat viele Vorteile, nicht nur, dich von unnötigem Balast zu befreien, ein paar Euros zu verdienen und durch Spenden auch was Gutes zu tun, sondern auch ein kleiner Selbstfindungsprozess! Du hast dich durch einige Kleidungsstücke probiert, hast Fehlkäufe eliminiert und eindeutige Lieblingsteile erkannt!

 

Du konntest also feststellen, was dir besonders gut steht und in welchen Teilen du dich wohlfühlst. Wenn du dich in Kleidung wohlfühlst, strahlst du das auch aus - und dabei ist es unwichtig, ob du ständig in brandneuen Teilen steckst oder öfters das Gleiche trägst. Was andere Menschen an dir sehen werden ist deine Ausstrahlung und dein Wohlempfinden.

 

Du wirst sehen, dass du mit weniger Teilen glücklicher und stilsicherer unterwegs bist.

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