Restaurant Check: OhLaLa Berlin

Café Oh la la Berlin vegan

Französisch schlemmen zum letzten Mal - Goodbye Ohlala, es war mir ein Fest!

Vegan zu sein bedeutet für mich ja auch schlemmen zu dürfen - aber eben tierleidfrei! Berlin ist dafür ja eine Hochburg, nicht nur, dass wir immer wieder das ganze Jahr über Feste wie den Green Market oder das vegane Sommerfest haben, wir haben auch viele Cafés und Restaurants, die ausschließlich vegan sind.

 

Mein liebstes veganes Café ist das Ohlala. Es ist ein kleiner, pinker Laden in der Mainzer Str. in Berlin-Friedrichshain. Vor kurzem erreichte die Fangemeinde jedoch eine unschöne Botschaft: Das Ohlala wird Ende September endgültig schließen

 

Der Grund, weshalb das Café schließt, ist ein wirklich trauriger, aber lies selbst nach auf der Facebook-Fanseite.

 

Das Ohlala ist für mich das Café, in dem der Ruf des Veganers vom möhrenessenden Rohkostler in die Ferne rückt und der Genuss an verführerischen, sahnigen Törtchen, sowie kleinen feinen Snacks wie Flammkuchen, deftigen Crepes und - was ich heute zum ersten Mal hatte - Croque Monsieur die Tatsache ist.

 

Heute waren wir jedenfalls - vielleicht zum letzten Mal - im Ohlala und haben unseren Nachmittag genossen. Ich hatte wie gesagt einen Croque Monsieur, ein großes Sandwich mit V-Vorderschinken, zerlaufenem V-Käse und Tomaten. Alles selbstverständlich vegan. Und wieder hab ich was dazu gelernt - nämlich woher dieser täuschend echte vegane Käse kommt und wie man den zu Hause selbst machen kann. Ich werde das die Tage mal an bei einem Auflauf testen.

 

Mein Mann hatte heute den legendären Tresor, dieses riesen Sahnetörtchen, indem ein Kern aus flüssigem Karamell auf dich wartet. Da das sehr mächtig ist, konnte ich mir nach meinem Croque "nur" noch ein Mango Törtchen mit Himbeerfüllung einverleiben. Man muss die Chancen nutzen, wenn sie einem gegeben werden.

Veganes Mangotörtchen bei Ohlala Berlin

Seitdem ich mich vegan ernähre, liebe ich es,  rein vegane Cafés, Bistros und Restaurants in Berlin (natürlich auch in jeder anderen Stadt) zu besuchen. Aber im Ohlala fühlt man sich immer wohl, jeder Mitarbeiter ist nett, kommunikativ, hundliebend und hilfsbereit. Man kann immer nachfragen, welche Tricks es bei Zubereitungen gibt etc., außerdem ist man mit Hund willkommen und bekommt ein Näpfchen - wobei wir unseres immer dabei haben.

 

Das konnte ich in einem anderen veganen Café in Berlin schon ganz anders erleben, als mich die Besitzerin sofort ermahnt hat, als mein Hund sich einen Meter vom Tisch entfernt hat - trotz Leine und keinen weiteren Gäste in unmittelbarer Nähe. Ich dachte immer, Veganer sind in erster Linie Tierfreunde. Aber es gibt leider auch viele, die auf den "veganen Zug" einfach aufspringen und nur das Geld machen wollen. Solche Läden meide ich, denn wo mein Hund nicht willkommen ist, will ich auch nicht sein.

 

Das Ohlala bedeutete für mich immer eine kleine Anreise vom anderen Ende der Stadt, aber es war dieses jedes einzelne Mal wert. Vielleicht schaffen wir es nochmal bis Ende September dorthin, evtl. zum Wochenend- Brunch.

 

Wer noch nicht da war und in Berlin ist, sollte die Chance bis 30.09.2016 noch nutzen und dieses Café mit seinen bahnbrechenden veganen Törtchen und Torten besuchen. C'est magnifique!

 

Goodbye Ohlala - du wirst mir fehlen!

 

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